Sonntag, 31. August 2014

Rezension: "The Fault In Our Stars" von John Green

Oi! Hola! Salut! Hallo!


Ich melde mich mit Grüßen für einen schönen Sonntagabend zurück und komme nun endlich tatsächlich dazu, eine neue Rezension hochzuladen. Es wurde aber auch mehr als Zeit...
Das Buch, um welches es heute gehen soll, ist sicher schon vielen von Euch bekannt, aber ich muss einfach noch meine Meinung dazu loswerden...
Und nebenher sehe ich gerade das Spiel FC Barcelona gegen Villareal CF, also man verzeihe mir bitte kleine Ablenkungsfehler. Ich bin ein bisssschen süchtig.
Los geht's:




Titel: "The Fault In Our Stars"
Deutscher Titel: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"
Autor: John Green
Sprache: Englisch
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Penguin Random House UK
Herausgeber: Puffin
Auflage: 08.04.2014
Preis: £7,99 (UK)
ISBN-13: 9780141355078






„The Fault In Our Stars“ von John Green hat sich auf dem deutschen Markt unter dem Namen „Das Schicksal ist ein mieser Verräter” in die Herzen vieler LeserInnen geschlichen und durch die vielen positiven Reviews zum Buch bin auch ich darauf aufmerksam geworden und wollte es immer mal lesen, war aber doch auch etwas unentschieden, da ich oft eben nicht unbedingt das mag, was viele andere mögen.

Nun kam ich endlich dazu, mich doch an John Greens Bestseller zu wagen und ich freue mich, dass es sogar eine englische Ausgabe geworden ist.
Mit 336 Seiten lag mir die Softcoverversion von Penguin Random House UK vor und ich habe mich gern durch diese Seiten gelesen.

Hazel Grace ist noch nicht einmal volljährig und scheint den besten Teil ihres Lebens schon hinter sich zu haben. Mit 13 Jahren bekam sie die erschreckende Diagnose an einer unheilbaren Form von Krebs zu leiden.
Seitdem sind drei Jahre vergangen und sie lebt noch immer – wenn auch mit großen Einschränkungen, die ihr den Alltag erschweren.

Eines Tages lernt Hazel durch den Besuch einer Selbsthilfegruppe den Jugendlichen Augustus Waters kennen.
Man könnte nun mutmaßen, dass es sich im weiteren Verlauf um eine typische Teenagerromanze handelt, doch eben dies ist nicht ganz der Fall.
Bereits der Ort des Kennenlernens lässt vermuten, dass auch Augustus sein höchst eigenes Problem hat und dies ist tatsächlich der Fall.
Hazel, die einen transportables Sauerstoffgerät benötig und Augustus, der mit einer Beinprothese unterwegs ist, lernen sich nach und nach immer besser kennen. Dabei zeigt sich auch, wie ein jeder von ihnen mit seinem eigenen Schicksal umgeht und wie sie sich in einer Welt wiederfinden, die sie die Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zueinander erkennen lässt.

Hazels Charakter ist bereits durch ihre Diagnose gezeichnet. Sie weiß, dass sie ihre Erkrankung nicht überleben wird und es in ihrem Kampf gegen den Krebs nur darum geht, noch etwas Zeit zu gewinnen. Genau dies prägt ihr Leben und ihre Einstellung zu eben jenem Leben selbst, aber auch zu ihren Mitmenschen.
Man könnte Hazel als sozial zurückgezogenen Menschen bezeichnen. Ihre Familie versucht sie aufzufangen, doch dabei zeigt sich, dass es Grenzen gibt, die wenn überhaupt nur die betroffene Person selbst überwinden kann.

Hazel ist ein cleveres Mädchen, welches aber auch starrköpfig sein kann und einige wichtige Entscheidungen für sich bereits getroffen hat. Sie möchte nicht, dass der Tod letztlich über die Liebe siegt. Sie möchte nicht die Granate sein, die eines Tages einfach hochgeht, indem sie stirbt, und ihre Splitter sich in die Herzen anderer Menschen um sie herum bohren und ihnen Schmerzen bereiten.

Augustus gelingt es, Hazel zu berühren und sie in ihrer Isolation zu erreichen. Dies ist genau das, wovor Hazel Angst hat. Und doch erscheint es andererseits auch wieder lohnenswert, sich auf das Abenteuer Liebe und auf Augustus einzulassen.

Sie beide haben ein Ziel vor Augen, welches sie gemeinsam erreichen wollen und dieses Ziel gibt ihnen Kraft. Doch welche Aktionen stehen in ihrer Macht, wenn das Ziel sich ändert, nicht mehr jenes ist, welches sie erlangen wollten und wenn der Weg dorthin sich anders gestaltet als ursprünglich erwartet?

John Green, Autor dieses Buches, weist selbst darauf hin, dass die Krankheit und deren Behandlung als nicht wissenschaftlich, sondern fiktiv anzusehen sind. Und dennoch kann man schwer umhin, ihm unterstellen zu wollen, dass er sich mit gewissen Aspekten, die sein Buch aufgreift, auskennt, einige der Phasen vielleicht selbst oder aus nächster Perspektive erlebt hat.
Auch wenn dies lediglich (anmaßende) Mutmaßungen sind, so muss ich doch anmerken, dass mich an seinem Buch „The Fault in Our Stars“ besonders die Ausgestaltung der Charaktere, deren Gedanken und Worten beeindruckt hat.

Im Übrigen ist es Hazel, aus deren Perspektive wir dem Plot folgen dürfen.

Bereits die Storyline allein ist unterhaltsam und spannend. Man möchte doch hoffen, dass es mit Hazel und auch mit Hazel und Augustus noch ein anderes Ende nehmen kann, als eben jenes, welches von Anfang an vorprogrammiert scheint.

Und dennoch erscheint mir die große Stärke dieses Buches darin, wie es die Emotionen der Charaktere einfängt. Diese sind teils beschrieben, doch teils bedürfen sie der expliziten Ausführung gar nicht. Allein die Art wie Hazel ihre Worte wählt, wie sie unter anderem Poesie nutzt, um sich auszudrücken, auch eben das, was sie nicht äußert, verraten eine Menge über sie und ihre Situation, ihre psychische, physische und emotionale Erlebniswelt.

Auf eher indirekte Weise gelingt es Green, einen Krankheitsverlauf zu schildern, welcher eben nicht nur Krankheit, sondern auch das ganze durch diese Erkrankung beeinflusste Drumherum ist. Menschliche Beziehungen zueinander spielen hier ebenso eine große Rolle, wie persönliche Schicksale. All das ist umwoben und aufgebaut von John Greens genialem Können, Atmosphäre, Situationen, Gedanken und Gefühle in Worten einzufangen, ohne es aussehen zu lassen, als würde dieser Wahl der Worte zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Trotz der doch grundlegend zu vermutenden Schwere und Traurigkeit, welche bereits die Zusammenfassung des Buches vermuten lässt, gibt es durchaus auch humorvolle, lustige Situationen. Das Leben, so schwer es auch fällt, ist nie nur ganz heiter oder ganz traurig und dies zeigt Green hier wundervoll auf. Gerade dies schafft einen guten Ansatz dafür, die Leserschaft nicht nur vor einem allzu schweren Thema scheuen zu lassen.

Es fällt schwer, nicht mit den Charakteren mitzuempfinden. Ich möchte fast meinen, dass es auf Grund von Greens packender Schreibweise nahezu unmöglich ist, sich nicht in wenigstens irgendeiner Weise berührt zu fühlen.
Ein Buch, welches Emotionen hervorruft, das ist „The Fault in Our Stars“ zweifellos.

Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich aus dem Weinen nicht mehr herauskommen würde. Tatsächlich geht das Buch zu Herzen, jedoch wie bereits beschrieben nicht nur in bedrückender Weise. Viel eher fällt es unwahrscheinlich leicht, einfach mit den Charakteren mitzufühlen und auf diese Weise auch einen Strudel aus Gefühlen zu erleben.

Was John Green hier geschaffen hat, kann man wohl als Geniestreich bezeichnen. Er schafft Aufmerksamkeit für die weniger schönen Dinge des Lebens, welche mehr Beachtung und Mitmenschlichkeit finden sollten – und dies ganz ohne das Gefühl von Zwang und Lehre, sondern einfach mit sehr guter, rührender Unterhaltung.

Der Wirbel um dieses Buch ist für mich durchaus gut nachzuvollziehen und ich kann nur all jenen, die ebenso wie ich, anfangs nicht sicher waren, ob sie es lesen sollten, ausdrücklich anraten, einen Versuch zu wagen. Auch all jenen, die das Buch noch nicht kennen, oder generell nach schönen Büchern suchen, sei John Greens „The Fault in Ours Stars“ nahegelegt. 





  


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Für dieses Rezensionsexemplar möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:



Und dem Verlag:



 

Montag, 25. August 2014

ALS Ice Bucket Challenge - Eiswasser oder Spenden (oder besser noch: beides)

Ihr Lieben,

letztes Jahr hätte besser sein können, dieses auch....

Ich habe irgendwie das große Los gezogen. Erneutes Krankwerden und ziemlicher Stress haben mich unvorhergesehen wieder einmal aus der Bahn geworfen und meine geplanten Posts hier verhindert.
Dazu kommt noch ein Autounfall - schon der zweite dieses Jahr (beide nicht selbst verschuldet). Es fühlt sich etwas verhext an...

Ich möchte gern wieder hier aufholen und hoffe, das mir das auch gelingt. Im September steht mein Jahresurlaub an, also hoffe ich auf Besserung und auch darauf, dass Ihr mir diese dummen Wartezeiten und unregelmäßigen Posts hier verzeihen könnt.

Heute gibt es mal einen Post, welcher mich etwas privater zeigt als meine sonstigen Einträge - und das sogar in motion.

Auch ich habe mich anstecken lassen, an der ALS Ice Bucket Challenge teilzunehmen und dachte mir, mein Blog wäre ein schönes Portal, um auch hier die Message loszuwerden:
ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) benötigt mehr Aufmerksamkeit. 
Natürlich ist dies nicht die einzige Krankheit, die dies tut.
Da aber derzeit dieses Challenge am Laufen ist, nehme auch ich gern daran teil, um dadurch hoffentlich einige Leute und LeserInnen auf ALS aufmerksam zu machen.


Informieren könnt Ihr Euch zu ALS zum Beispiel auf http://www.alsa.org und auch spenden könnt Ihr direkt über den Link "Donation" auf dieser Seite. 

Ansonsten ist das Internet auch mit Informationen auf Deutsch gespickt, also ruhig mal ran an die Suchmaschine Eurer Wahl. ;-)

Und jetzt gibt es etwas für Euch zum Angucken:




Danke an REM fürs Filmen & Schneiden!

Nominiert habe ich nebst persönlichen Freunden auch Roxann Hill, die einige von Euch vielleicht noch von der Eine andere Art von Ewigkeit Blogtour Ihrer Lilith Reihe kennen, oder eben einfach "nur" als tolle Autorin.

Liebe Roxann, ich würde mich freuen, wenn Du die Challenge annimmst!


Auch Ihr LeserInnen seid natürlich herzlich eingeladen, an der Challenge teilzunehmen, oder mir einfach Eure Teilnahmevideos zu linken. Ich würde mich sehr freuen, Eure Teilnahmen zu bewundern.

Und bitte vergesst nicht den eigentlichen Sinn und schafft Aufmerksamkeit und spendet. ;-)


Euch alles Gute,


P.S. Die nächste Rezi kommt dann hooooffentlich endlich am Wochenende.