Freitag, 22. Februar 2013

Rezension: "Renegade" von J. A. Souders (Challenge-Aufgabe)

Hallo an Euch, 

heute gibt es eine Rezension von mir, die sich auf ein Buch bezieht, von dem ich mir sehr viel versprochen habe. Leider musste ich beim Lesen feststellen, dass es meinen Geschmack nicht ganz getroffen hat und meine Erwartungen nicht erfüllen konnte. 
Aber so etwas kommt halt auch vor... 
Ich werte dieses Buch dennoch als Erfüllung einer Challenge-Aufgabe aus der Read Me 2013 - Challenge.
Ich habe mitbekommen, dass viele Rezensionen zu diesem Buch auch sehr positiv ausfallen. Habt Ihr Erfahrungen damit gemacht? 

Euch allen einen schönen Tag!







"RENEGADE"








Titel: "Renegade:Tiefenrausch"
Originaltitel: "Renegade"
Autorin: J. A. Souders
Übersetzerin: Charlotte Lungstraß
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: ivi
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 16,99 (D)
ISBN-10: 3492702813
ISBN-13: 978-3492702812







Inhalt:

„Renegade: Tiefenrausch“ spielt in Elysium. Das klingt erst einmal wie ein Names eines x-beliebigen Ortes, doch Elysium ist etwas ganz Besonderes, denn es handelt sich hierbei um eine Unterwasserwelt. In dieser leben die Menschen, die sich von den Bewohnern der Oberfläche abgeschottet haben, um ein Leben in Frieden zu führen. In eben jener Welt lebt auch die 16 Jahre alte Evelyn – oder kurz Evie. Sie ist die Tochter des Volkes und hat somit eine ganz besondere Position inne. Die Mutter des Volkes und das Volk selbst setzen auf sie. Evie hat Verpflichtungen, wichtige Verpflichtungen, die sie zu erfüllen gewillt ist.
Doch dann wird Evies Leben aus der Bahn geworfen und auch in Elyisum ist nichts mehr, wie es war. Ein Mensch der Oberfläche dringt zu diesem heiligen Ort vor und betritt ihn hingegen des Verbotes, das Oberflächenbewohnern für diesen unerlaubten Zutritt mit dem Tode droht.  .
Oberflächenbewohner sind grausam. Sie kriegen und morden und dürfen auf keinen Fall die Unterwasserwelt betreten, die doch zum Schutz der dortigen Bewohner vor all jenem, das die Oberflächenmenschen verheißen, geschaffen wurde.
Der Mensch, der den Frieden Elysiums bedroht, nennt sich Gavin.
Der Zufall will es, dass Evie und Gavin sich begegnen. Mit ihrer Begegnung treffen Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Bald schon verschwimmen die Grenzen all dessen, was Evie und Gavin in ihrer jeweiligen Herkunftswelt gelernt haben. Doch da sind nicht nur die Unterschiede zwischen ihnen beiden.
Gavin weckt Zweifel in Evie: Zweifel, die sich gegen ihr ganzes bisheriges Leben richten. Plötzlich erkennt sie, dass sie in Elysium nicht so sicher ist wie sie es bisher glaubte. Es beginnt ein Kampf, bei dem es ums nackte Überleben geht. Und um zurück in die Sicherheit zu finden, muss Evie sich Fragen stellen, die sie zuvor niemals gestellt hätte. Ihr bleibt nur ein Weg: Die Suche nach Antworten. Und es scheint, als könne ihr dabei einzig und allein Gavin helfen.   



Meine Meinung:

Als ich die Inhaltsbeschreibung und die Covergestaltung zu diesem Debütroman von J.A. Souders sah, dachte ich zunächst daran, dass man mit Hilfe dieses Buches sprichwörtlich in eine faszinierende, neue Welt abtauchen kann. Ich mochte die Vorstellung dessen, dass der Plot des Buches unter Wasser spielt. Es wird auch immer wieder darauf Bezug genommen, dass sich Elysium von der Welt an der Oberfläche unterscheidet. Leider konnte mich das Setting Elysiums jedoch nicht ganz so sehr überzeugen wie ich es mir ausgemalt hatte. Es werden Erklärungen getroffen, wie die Sauerstoffzufuhr geregelt wird und es wird auch sonst erwähnt, wie Elysium aufgebaut ist und funktioniert.
Vom eigentlichen Wasser merkt man aber nicht allzu viel. Man kann sich das Ganze so vorstellen: Es gibt eine gewöhnliche Stadt, über die eine Käseglocke gestülpt wurde. Unter dieser gibt es günstiger Weise genügend Sauerstoff. Und es gibt mehrere Sektoren, in die Elysium aufgeteilt ist. Aber ansonsten erinnert das Ganze doch sehr an gewöhnliche Städte an Land. Ich hätte mir mehr Bezug auf das Wasser um Elysium herum gewünscht und vielleicht auch etwas mehr Kreativität im Bereich dessen, wie man eine Unterwasserwelt auch in ihrem Inneren mehr mit dem Element Wasser verbindet.
Elysium wirkte für meine Ansprüche an dieses Buch sprichwörtlich zu trocken. Man hätte den Plot genauso gut in den Weltraum oder an einen anderen Ort verlegen können, der schwer erreichbar ist.  

Was im Gegensatz zum Wasser aber fließt, ist Blut. In welcher Form und von wem möchte ich hier nicht verraten. Es sei aber so viel gesagt: ich empfand einige Darstellungen als unappetitlich. Es gibt nicht so viele blutige Szenen, wie sich das jetzt vielleicht anhört, aber das was geschildert wurde, empfand ich nicht gerade als prickelnd. Ich gehe so weit zu behaupten, dass dieses Buch nicht in die Hände von jüngeren Lesern geraten sollte. Ja, es kann immer einmal Blut geben. Selbst in speziell an Kinder gerichtete Formate findet sich solches. Was ich hier aber störend fand, war die Mischung des Blutes mit einem Bild von Gewalt / Psychopathie, das dafür sorgen kann, dass es auf die Psyche schlägt.

„Renegade“ („Überläufer“ bzw. „Deserteur“) – allein schon der Titel lässt ahnen, worauf der Plot hinausläuft. Das an dieser Stelle Evies Verhalten schon absehbar wird, finde ich noch gar nicht so schlimm. Es bleibt ja genug, worauf man neugierig sein könnte.         

Was ich diesem Buch zu Gute halten muss, ist die leichte Lesbarkeit. Der Lesefluss stellt sich als wässrig, nein Entschuldigung: fließend, dar. Das Vokabular sitzt, die Wortwahl ist schön. Gute Eindrücke der Atmosphäre werden vermittelt und man kann dem Geschehen leicht folgen.

Das wäre auch ganz gut und schön, wenn man nicht über einige unlogische Schritte in Evies Verhalten stolpern würde. Ja, sie begründet ihr Verhalten. Die Richtung, in die sie läuft, gestaltet sich als spannungsfördernd. Doch an manchen Stellen fragte ich mich wirklich, ob Souders sich gewisse Aktionen nicht eher schön zu Recht schrieb, als einer wirklichen Logik zu folgen. So wie gewisse Aktionen erklärt werden, machen sie definitiv Sinn. Lässt man aber die Erklärung weg, fragt man sich doch schon eher: Wieso wurde gerade dieser Schritt unternommen? Wieso wurde nicht anders agiert?
Evies Suche nach der Wahrheit und ihr Kampf ums Überleben zeigten sich zweifelsohne spannend. Dennoch wurde ich das Gefühl nicht los, dass hier unnötige und kostbare Zeit damit verschwendet wurde, Charaktere von A nach B nach C zu A und B und A zu hetzen. (Die Reihenfolge ist beliebig gewählt, denn ich möchte nicht spoilern, sollte aber veranschaulichen, was ich meine.)

Die Covergestaltung finde ich an sich sehr schön. Die Blautöne lassen sich gut mit einer Unterwasserwelt assoziieren. Die Frau, die in einem Glasbehältnis gefangen scheint, lässt symbolische Rückschlüsse auf Evies Person zu. Das ist aber auch schon alles, das das Cover mit dem eigentlichen Plot verbindet, denn ansonsten hat es nicht viel mit dem Buch gemeinsam. Auch hier kann ich somit keine volle Punktzahl vergeben.

Einen Extrapunkt gibt es jedoch für die zitierten Texte zu Beginn der einzelnen Kapitel. Hierbei handelt es sich nicht etwa um Zitate, die von einer fremden Quelle stammen. Nein, es handelt sich um Wiedergaben von Texten, die in Elysium eine wichtige Rolle spielen. Dies empfinde ich als kreativ und auch als eine gute Lösung, um der Leserschaft mehr Einblick in das Leben in Elysium zu bieten.   

 

Charaktere:

Evie… Ja, Evie nimmt wie schon erwähnt auf Grund ihrer gesellschaftlichen Position eine wichtige Rolle ein. Manchmal kommt sie etwas wirr und planlos herüber, aber dies ist gewollt und von daher meiner Meinung nach auch gelungen umgesetzt. Sie ist in der Lage, einen Entschluss zu fassen und zu diesem auch zu stehen. Ihr Handeln – auch wenn es teils unlogisch und nicht unbedingt kameradschaftlich erscheint – macht für den Charakter, als der sie konzipiert wurde, Sinn. Dazu kommt, dass sie durchaus in der Lage ist, ihre Aktionen zu verteidigen. Man kann in Evie stellenweise eine gewisse Zerrissenheit erkennen, die sie unsicher erscheinen lässt und auch dies lässt sich gut auf ihren biografischen Hintergrund zurückführen.
Evie wurde mir mit zunehmender Seitenanzahl angenehmer, jedoch gelang es mir nicht wirklich, ihren Charakter an mein Herz wachsen zu lassen.

Gavin erschien mir von Anfang an eher als ein Charakter, mit dem ich warm werden konnte. Er wirkte in sich gefasster und dadurch sympathischer.

Es gibt hier einen Nebencharakter, dessen Namen ich nicht verraten möchte. Jedoch konnte ich mich gut auf diese Person einlassen. Sie wirkte nachvollziehbar und man konnte mit ihr mitfühlen. Ich hätte mir gewünscht, mehr von dieser Person zu lesen. Es hätte den Eindruck, den „Renegade“ bei mir hinterließ, positiv bestärkt.

Ansonsten lässt sich aus meiner Sicht zum Charakterdesign sagen, dass es facettenreich war. Hierfür erhält Souders Buch einen Pluspunkt von mir.    



Fazit:

„Renegade“ wartet mit einem hübschen Cover, das jedoch nicht vollständig zum Plot passt, und einer Inhaltsangabe auf, die definitiv neugierig macht. Leider konnte sich meine durchaus positive Erwartung an den Plot nicht in gleichem Maße erfüllen.
Stellenweise erschien mir das Handeln der Protagonistin unlogisch.
Über diese Aspekte hinwegsehend, kann ich „Renegade“ dennoch als spannend und flüssig zu lesen bezeichnen.
Es gab kreative Ansätze der Autorin, die jedoch meinem Empfinden nach ausbaufähig sind.
Positiv hervorzuheben ist das Abwechslung bietende Charakterdesign.
Auf Grund gewisser gewaltbasierender Darstellungen würde ich das Buch nicht für jüngere Leser empfehlen.



 




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Vielen herzlichen Dank an amazon und an den Verlag IVI für dieses Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 20. Februar 2013

Tag: 11 Freunde.... ehr Fragen... sollt Ihr stellen (und beantworten)

Hallo Ihr Lieben,


heute gibt es eine Beantwortung zu einem Tag, denn ich wurde von Jasmin von The Bookworms getagged.

Wie läuft der Tag ab? Hier die Regeln: 

1. 11 Fragen beantworten.
2. 11 Fragen stellen.
3. 11 neue Leute taggen.
4. Die getaggten Personen von dem Tag in Kenntnis setzen.


Na dann mal zu den Antworten zu den mir gestellten Fragen:


 


1. Was denkt dein Partner/bester Freund über dich und deine Bücher?
Einen Partner habe ich nicht, da ich derzeit keine feste Beziehung führe. Von daher kann ich Euch nur mitteilen, was meine beste Freundin über meine Bücher und mich denkt. Und dabei mache ich es mir jetzt ganz einfach, denn ich habe sie einfach gebeten, diese Frage selbst zu beantworten und sie hat eingewilligt. Also hier ihre Worte:
„Tyler liest Bücher wie ein Wasserfall und hortet sie wie eine Bibliothek. Jeder in Ihrer Nähe lernt Bücher wertzuschätzen, auch die größten Büchermuffel. Glaubt mir - I know!!“



2. Hast du ein Haustier? Wenn ja Poste ein Bild. Wenn du keins hast, hättest du gerne eines?
Ja, ich habe Haustiere. Allerdings drücke ich es ungern so aus, dass ich sie „hätte“, denn ich sehe sie als meine Freunde und Familienmitglieder an. Das Wort „haben“ klingt für mich in diesem Zusammenhang zu sehr nach Besitzanspruch und ich sehe Tiere, auch wenn sie in meinem Haushalt leben, nicht als etwas an, das ich besitzen kann.  
Also: Ich teile mir meine Wohnung mit zwei Katern, die ich über alles liebe: Ethan Calanthe Galilei, der kurz auch einfach nur „Kuhchen“ genannt wird und auf diesen Namen auch weitaus besser hört und O’Malley, der seinen Namen Dank des Disneyfilms „Aristocats“ bekam – und ein bisschen auch deswegen, weil er ein Findelkater ist, der auf der Straße lebte, bevor  Kuhchen und ich ihn in unsere Familie aufnahmen.
Außerdem gibt es da noch die Tierchen im Haushalt meiner Oma und Mutter, mit denen ich teils aufgewachsen bin. Ich sehe sie täglich und sie sind für mich ebenso Bestandteil der Familie, daher gehören sie für mich hier auch gelistet. Da haben wir die beiden Hundemädchen Flusi (die eigentlich Olivia heißt, aber ihren Spitznamen bekam, weil sie wie eine Teppichfluse aussah, als sie klein war) und Charlotte (oder auch Baby genannt, weil sie zwar die ältere der Hündinnen ist, aber als junges Ding ziemlich zerbrechlich war). Ja und dann gibt es noch Sokrates (kurz: Socke), unseren etwas zu klein geratenen Streifchenkater und Katzenkindchchen Hope, unser Nesthäckchen und kleines Teufelsweib, die alle auf Trab hält.   


Charlotte

Sokrates

Olivia

Hope

Ethan

O'Malley



3. Welche(r) ist dein(e) Lieblings-Autor/Autorin?
Oh je, ich mag mich diesbezüglich echt nicht festlegen, weil es zu viele Autoren bzw. Autorinnen gibt, die einfach total gut sind. Damals mochte ich Stom Constantine sehr, sehr gern, weil ihre Wraeththu-Bücher mich geprägt haben. Ich mag sie immer noch, aber sie steht nicht mehr auf dem Podest, das ich einst für sie errichtet habe, weil ich mich einfach auch selbst weiterentwickelt habe. Auf wen ich mich auch gern „verlasse“ ist Paulo Coelho. Ich habe noch nicht alle seine Bücher gelesen, aber alles, was ich bisher gelesen habe – einschließlich seiner Blog- und Facebookposts, sowie Kurztexte in diversen Medien, mag ich sehr.
Um diese Frage zu beantworten, müsste ich wohl danach gehen, welche Autoren/Autorinnen man bei mir oft im Regal sieht. Dazu gehören unter anderem auch Haruki Murakami und Banana Yoshimoto. Genauso gut aber auch Doreen Virtue.
Es gibt keine Autorinnen oder keinen Autoren, die/den ich als meinen absoluten Liebling bezeichnen würde. Dazu bin ich an viel zu verschiedenen Sachen interessiert und finde auch Autoren/Autorinnen gut, die erst ein Buch geschrieben haben oder von denen ich erst ein Buch las. Nach einem Buch kann ich aber nur sagen, dass mir eben jenes eine sehr gefiel und noch nicht den ganzen Menschen dahinter in jener Form beurteilen, die nun sagt, ob ich potentiell alle oder zumindest viele seiner Werke mögen könnte.


4. Wie sieht bei dir ein gemütlicher Leseabend aus?
Tja, wie sieht der aus? Ich ziehe mich zum Lesen meistens auf meine Couch im Wohnzimmer zurück. Die Stehlampe steht dann hinter mir und spendet mir Licht. Meistens kuschele ich mich unter die selbstgestrickte Decke, die ich einst von einer lieben Seele geschenkt bekam. Meine Kater ziehen sich dann zu mir und nicht selten liegen sie direkt auf mir, was dann das Umblättern oder bequeme Halten des Buches etwas erschwert. Manchmal liegen sie aber auch auf der Couchlehne, der Couch oder dem Hocker/Sessel, die sie als ihren Besitz erkoren haben. Lesen und Katzen gehören für mich einfach zueinander. Die Katzen strahlen Entspannung und Frieden aus und das mag ich beim Lesen. Ich beseitige in der Regel auch alles, was mich beim Lesen stören könnte. Es laufen kein TV und keine Musik (allerhöchstens instrumentale, seichte Klänge). Hintergrundgeräusche lenken mich eher ab, denn wenn ich lese, möchte ich komplett in die Welt des Buches eintauchen.
Gern zünde ich mir eine Duftkerze an, wenn ich lese. Am liebsten verwende ich dabei Bridgewater Candles (Cookie Jar ist eine Sorte, die ich sehr liebe). Ein Heißgetränkefan bin ich nicht unbedingt, aber zum Lesen mache ich mir auch ab und an Tee, eine heiße Schokolade oder einen Latte Macchiato (mit oder ohne Karamel).  
Ich lese auch gern im Bett, aber da ist es dann eher schon Nacht und hier wurde ja nach einem Leseabend gefragt.


5. Gehst du neben dem Lesen auch noch anderen Hobbies nach wie z.B. Fußball oder Kochen?
Ja. Ich schreibe gern selbst. Das können Gedichte, Kurzgeschichten, Artikel, etc. sein, oder auch einfach nur Blogposts, oder Rezensionen für verschiedene Onlineplattformen. Da ich gerade letztere oft schreibe, türmen sich auf meinem Stapel ungelesener Bücher zumeist jene, die ich selbst gekauft habe. Es gibt einfach zu viele tolle Bücher, als dass ich sie alle auf einmal lesen könnte.
Zu meinen Schreibexzessen gehört auch das Schreiben von Briefen und Postkarten. Ich bekomme leidenschaftlich gern Post und dazu gehört natürlich auch, den entsprechenden Leuten auch zu antworten. Leider habe ich momentan nicht so viele Brieffreunde, wie ich es gern hätte.
Das Briefeschreiben verknüpft sich damit, dass ich auch ganz gern Mailart erstelle. Ein bisschen Washi, ein paar Sticker, Briefpapier, meine bescheidenen Zeichenversuche… Ich gehöre nicht unbedingt zu den besten Künstlern, was solche Bereiche angeht, aber es macht mir einfach Spaß.
Ansonsten interessieren mich noch spirituelle Thematiken, wobei ich selbst das eher als Lebenseinstellung anstatt als Hobby begreifen möchte. Ich lege aber auch Karten (bin Certified Angel Card Reader) und betreibe Energiearbeit. Einige würden das vielleicht als Hobby werten, auch wenn es für mich selbst viel mehr ist, daher erwähne ich es an dieser Stelle.
Ich interessiere mich für Make up und sammele gerne entsprechende Artikel.
Ich sehe generell nicht gern fern, aber ich mag es, ins Kino zu gehen, oder ausgewählte Filme und Serien zu sehen. Über solche Dinge kann ich regelrecht geeken.
Fotografieren tue ich auch sehr gerne, wenngleich ich mich mit der Technik nicht sonderlich auskenne. Ich besitze eine digitale Spiegelreflexkamera, die dann zum Einsatz kommt, wenn ich etwas Schönes einfangen möchte.
Auch Rollenspiele mag ich, jedoch nicht in dieser Form des gemeinsamen Am-Tisch-Sitzens und Würfelns, sondern in der schriftlichen Form über Chat als würde man eine gemeinsame Story schreiben.

Ich würde meine Hobbies gern ausbauen. Mich würde zum Beispiel Schießen interessieren, aber dafür fehlen mir momentan die finanziellen Mittel, bzw. habe ich noch nichts gefunden, was ich als Verein geeignet für mich empfinde. (Zur Klarstellung: ich finde es schlimm, was Waffen anrichten können, aber das, was sie anrichten liegt für mich bei denjenigen, die die Waffen nutzen, nicht bei der Waffe selbst. Waffen finde ich faszinierend, aber auch gefährlich und bin für einen verantwortlichen Umgang damit und erst recht gegen den Einsatz zur Gewalt. Ich rede hier vom Schießen auf leblose Ziele!)
Außerdem würde ich gern noch eine neue Sprache lernen. Vielleicht Spanisch, Polnisch, oder Russisch. Vielleicht kehre ich auch irgendwann zu Japanisch zurück, letzteres finde ich aber gerade abwegiger als eine Sprache von Anfang an neu zu lernen.
Handarbeitlich würde ich mich gern auch etwas bemühen und vielleicht Stricken lernen.
Aber was ich mir an neuen Hobbies zulege, wird sich zeigen.


6. Wenn du drei Wünsche frei hättest, wie würden die lauten?
Ich möchte mein Leben voller Liebe und liebend leben – und das unter den bestmöglichen Voraussetzungen, soll heißen: selbst gesund zu sein und auch meine Lieben gesund zu wissen, Frieden mit mir selbst und anderen zu haben, etc..
Zweitens wünsche ich mir, mehr Kontrolle loszulassen und mich auf meinem Weg einzupendeln; das Leben zu führen, das ich führen möchte und zwar so, dass es gelingt und ich mich nicht selbst zurückhalte und mir selbst im Weg stehe. Dabei möchte ich mehr von der Welt sehen und erfahren. Ich möchte Reisen und mich trauen, mich aufs Unbekannte einzulassen – und dabei gern auch ein paar finanzielle Mittel haben, um zumindest erst einmal starten zu können.
Ich möchte das Buch finden, das mein Herz geschrieben sehen möchte, es schreiben und veröffentlichen.


7. Sortierst du dein(e) Bücherregal(e)? Wenn ja nach welchen Kriterien?
Das tue ich in der Tat. Und häufiger sortiere ich um. Ich ordne zum Beispiel Bücher thematisch, nach Sprache oder nach Autoren. Auch habe ich ein Regel, in dem gewisse Fächer für Rezensionsexemplare zur Verfügung stehen, die ich in gelesen und noch nicht gelesen einteile. Was das Ordnen meiner Bücher angeht, habe ich ein System, das ich wahrscheinlich auch nur selbst begreifen kann. Die Entscheidung, was ich wie ordne, kommt aus meinem Herzen. Da kann es vorkommen, dass ich zwar für einen Autor schon eine Sektion geschaffen habe, dann aber ein Buch auf Englisch vom gleichen Autor besitze und dies in der Sektion für englische Bücher einsortiere.
Ich ordne dann um, wenn meinem Herz nach neuer Ordnung ist.


8. Bist du ein Frühaufsteher oder ein Langschläfer?
Ich mag es überhaupt nicht vor 10.00 Uhr aufzustehen. Ab 7.00 Uhr wird das Aufstehen für mich human. Alles davor ist für mich eher als eine mittelschwere Katastrophe einzuordnen. Das liegt aber daran, dass ich gern lange wach bin. Mein natürlicher Rhythmus tickt einfach nicht nach morgendlichem Aufstehen und frühem Zubettgehen. Ich bin am Abend geboren und das zeigt sich auch in meinen Wach- und Müdigkeitsphasen.
Außerdem liiiebe ich es, nach dem Aufwachen noch ewig im Bett zu liegen, zu lesen, zu Tagträumen, mich einfach nochmal gemütlich einzurollen…


9. Was hast du immer dabei wenn du das Haus verlässt?
Etwas zu trinken (in der Regel Wasser), Taschentücher, Asthmaspray, Lippenpflege / Lippenstift / Lipgloss (je nachdem, was greifbar ist), mein Portemonnaie, Tampons, Kondom, iPhone    


10. Wie würdest du dich selbst in einem Satz beschreiben?
„Mich kann man nicht beschrieben – mich muss man erleben.“
(Und ich finde, das gilt eigentlich für jeden. Beschreibungen können immer nur anreißen und einen seichten Einblick geben. Außerdem neigen sie zu Verfälschungen.) Von daher würde ich mich auch noch mit meinem realen Namen beschreiben. Aber das war’s dann auch. Ich mag es auch nicht, mich in Profilen jeglicher Art zu beschreiben. Es ist immer nur ein Teil von mir, den ich dort wiedergeben kann. Allerdings tue ich es dennoch, weil es manchmal einfach erforderlich ist.


11. Von welchem Buch, das du bisher gelesen hast, denkst du, dass ihm mehr Beachtung geschenkt werden sollte?
Die Wraeththu Chroniken von Storm Constantine. Sei es als extented edition, als jeweilige Einzelbände oder als Gesamtsammelband – Englisch, oder Deutsch. Englisch würde ich persönlich vorziehen.   




Also, ich freue mich, wenn Ihr bis hierher durchgehalten habt! 


Ich habe mir 11 neue Fragen überlegt. Hier sind sie: 


01. Wie viele Bücher liest Du durchschnittlich im Monat? 
02. Gibt es ein Buch, das Du gern selbst geschrieben hättest? Wenn ja, welches?
03. Wenn Du ein Charakter aus einem Buch wärst, den Du selbst so zusammenbasteln könntest, wie Du magst, wie wärst Du dann und wie würdest Du heißen?
04. Stell Dir vor, Du würdest für einen Monat in die Welt eines Buches gezogen werden. In welches würdest Du reisen wollen und warum? 
05. Hörst Du gern Musik?
06. Was macht Freundschaft für Dich besonders? 
07. Hast Du ein spezielles Talent?
08. In welchem Kleidungsstück fühlst Du Dich am wohlsten? 
09. Wenn Dir jemand 1000,- € schenken würde, die Du nur für Dich selbst ausgeben dürftest, was würdest Du davon kaufen? 
10. Hast Du einen Lieblingsort, an dem Du Kraft tankst? 
11. Du musst einen Promi Deiner Wahl interviewen. Welchen würdest Du nehmen und warum und was wäre eine Frage, die Du stellen würdest?



Und jetzt die Überraschung...
Ich tagge: NIEMANDEN. Die meisten BloggerInnen, deren Blogs ich folge, hatten mit diesen Tag schon zu tun und ich möchte niemanden zu Wiederholungen drängen. Wer die Fragen beantworten möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Ich würde mich freuen.
Das gilt auch für diejenigen unter Euch, die keinen Blog haben, mir aber als LeserIn folgen. 
Hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar mit Euren Antworten. Ich fände es klasse!

 

Dienstag, 19. Februar 2013

Rezension: "Die Schriften von Accra" von Paulo Coelho

Ein fröhliches Hi an Euch da draußen! 

Ich hoffe, es geht Euch gut - und das meine ich nicht nur als Floskel. ;-) 
Heute gibt es mal wieder eine Rezension. 
In den letzten Tagen hat mein SUB auch reichlich Zuwachs bekommen und ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen dazu komme, Euch einen kleinen Einblick zu gewähren.  ;-)
Habt alle eine tolle Nacht, bzw. einen schönen Tag, wenn Ihr das hier lest!




DIE SCHRIFTEN VON ACCRA





Titel: "Die Schriften von Accra"
Originaltitel: "Manuscrito encontrado em Accra"
Autor: Paulo Coelho
Übersetzerin: Maralde Meyer-Minnemann
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Diogenes
Auflage: 1. Auflage 2013
Preis: 17,90 (D)
ISBN-10: 3257068484
ISBN-13: 978-3257068481




Weitere Bestellmöglichkeit: KLICK




Paulo Coelho ist zweifelsohne einer der bekanntesten Autoren unserer Zeit. Mit seinem neuen Buch „Die Schriften von Accra“ (im Original: „Manuscrito encontrado em Accra“), das jüngst im Diogenes Verlag erschienen ist, hat er wieder einmal bewiesen, dass er mit seinen Werken eine gewisse Magie zu verströmen vermag.

Ein Geleitwort zum vorliegenden Buch informiert über die Schriften von Accra. Es ist kurz, jedoch informativ und sollte auf jeden Fall gelesen werden.

Durch ein berauschendes und lehrreiches Frage- und Antwortszenario gewinnt „Die Schriften von Accra“ an Leben. Es gibt eine gewisse rahmengebende Storyline, die zu den eigentlichen Lehren dieses Buches führt. Im Angesicht großer Bedrohung finden sich die Menschen zusammen, nicht wissend, ob sie den nächsten Tag überleben oder wie sie ihn überstehen werden. Sie alle haben Sorgen und Fragen. Im Kreise des Beisammenseins äußern sie diese. Coelho wählte einen Weisen, der seine Lehren weitergibt und den die Menschen als „den Kopten“ kennenlernten. Er wird als Mann beschrieben, der seltsam erscheint. Er ist jemand, der reiste, um Antworten zu finden. Einer Religionsgemeinschaft möchte er sich nicht anschließen. Doch er lässt die versammelten Menschen verschiedener Geschlechter und Altersklassen mit ihren Fragen und Sorgen nicht allein, sondern versucht ihnen Antworten zu geben, bzw. sie dazu zu befähigen, ihre eigenen Antworten zu finden.
Das wohl Wichtigste an Coelhos neuem Buch ist nicht, den Plot weiterzuspinnen. Hier geht es nicht darum, diesen reichlich zu schmücken, ihn auszubauen oder gar eine endgültige Antwort auf das Schicksal der Einzelnen zu geben. Vordergründig wird die Leserschaft angeregt, an der Weisheit des Kopten teilzuhaben. Zwanglos kann man sich als LeserIn die Denkanstöße aus diesem Werk ziehen, die einem selbst belieben.

Wie schon bei anderen Büchern aus der Feder Coelhos, erschien es mir auch bei „Die Schriften von Accra“, als ginge er mit seinen Worten um, wie ein Handwerker mit seinem Werkzeug. Er wählt sie weise und mit Bedacht und dadurch ist er in der Lage, einen großen Effekt zu erzielen.

Ich muss zugeben, dass mir das Szenario der „Schüler“ und des „Lehrer“ weder in Büchern noch in anderer Form nicht neu erscheint. Auch sah ich mich beim Lesen von diesem Buch an „Der Prophet“ von Khalil Gibran erinnert. Doch letztlich führe ich dies darauf zurück, dass es, dort wo es Menschen gibt, auch immer Fragen nach dem Sein und Sinn gibt, genauso wie es sich auch nicht abstreiten lässt, dass Menschen Sorgen mit sich tragen. Genau hier trifft Coelho den Nerv:  die Fragen und Sorgen, die in diesem Buch geäußert werden, könnten von einem jeden Menschen gestellt worden sein. Und genau aus diesem Grunde, werden auch viele Menschen das Gefühl haben, ihre ganz persönlichen Antworten in „Die Schriften von Accra“ zu finden.
Lehrer und Schüler-Szenarien gibt es in unserer aller Leben. Manchmal sind wir die Lehrenden und manchmal die Belehrten. Gewisse Ähnlichkeiten, oder Kreativlosigkeit würde ich dem Autor daher nicht vorwerfen wollen. Der Fairness halber sollten sie in einer Rezension jedoch erwähnt sein und so möchte ich dies hiermit getan haben.
  
Der Lesefluss dieses Buches hängt in meinen Augen stark davon ab, wie sehr man sich für gewisse Themen, die hier angesprochen werden, interessiert und wie sehr man sich damit bereits auseinander gesetzt hat. Je nachdem wie ausgeprägt das Bewusstsein für gewisse Thematiken beim Einzelnen ist, wird die Leichtigkeit im Verständnis dieses Buches variieren.  
Hier geht es nicht darum, dass die Wortwahl nicht verständlich wäre. Coelho verzichtet darauf, den Lesefluss durch zahlreiche Fremdwörter zu erschweren. Fraglich ist meiner Ansicht nach lediglich, wie verständlich die Lehren und Antworten, die man aus diesem Buch ziehen kann, für den einzelnen sind. Das Gute daran ist jedoch, dass man einzelne „Kapitel“  bei Bedarf auch überspringen, oder beliebig oft lesen kann. Jede einzelne gestellte Frage, auf die der Kopte Antwort gibt, kann zunächst für sich allein betrachtet werden. Alle Fragen und Antworten zusammengenommen ergeben ein großes Ganzes. Aber die Zusammenhänge kann man getrost auch erst Stück für Stück begreifen und dabei „Die Schriften von Accra“ dennoch genießen.
In gewisser Weise erinnert mich dieses Buch an ein Momentbuch: ein solches Buch, das man aufschlagen kann, um nur eine Passage daraus zu lesen. Man sollte es von Anfang bis Ende gelesen haben, um ein Gefühl für die Storyline zu bekommen. Wenn man jedoch nur auf der Suche nach Denkanstößen und Antworten ist, genügt es völlig, die jeweiligen Reden des Kopten zu lesen. Auf diese Weise wird dieses Buch Coelhos zu einem, das sich leicht auch immer und immer wieder lesen lässt.

Coelho versteht sich darauf, seine Bücher auf eine bezaubernde Art und Weise zu schreiben, die Wissen vermitteln und dabei dennoch nicht zu schwer wirken. Seine Bücher kann man getrost immer und immer wieder in die Hand nehmen und mit jeder persönlichen Weiterentwicklung, wird man auch neue Aspekte in einem seiner Bücher erkennen. „Dir Schriften von Accra“ bildet hierbei keine Ausnahme. Es ist ein Buch, das dem Leben mehr Sinn geben kann, solange man offen dafür ist, sich auf das Abenteuer Coelho einzulassen. Aus meiner Sicht gesehen handelt es sich hierbei um ein absolutes Must-Read! Fans Coelhos werden den meisterlichen, magischen und liebevollen Geist des Autors hier wiederfinden und Neulingen dürfte ein guter Einstieg in die Schreibkünste Coelhos vorliegen, die nicht nur an die ewigen Fragen um die Bedeutung des Lebens tanzen, sondern eben jenes Leben auch vermitteln.

 Wieder einmal gelingt es Coelho zu lehren, ohne dabei belehrend zu wirken.    




  


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Für dieses Rezensionsexemplar möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:



Sowie bei dem Verlag:


;)