Sonntag, 27. Mai 2012

"The road so far..." Episode 1

Ein sonniges Hallo an Euch!


Wie habt Ihr die letzte Woche verbracht? Haben Euch ein paar schöne Bücher in den Bann gezogen, oder regt Euch das sonnige Wetter doch eher dazu an, etwas aktiver zu sein und Euch draußen aufzuhalten?

Es gibt so viele Blogs, die ein paar Wochenrückblicke aufzeigen, dass ich mir dachte "Hey, Trittbrettfahren kann doch auch angebracht sein" und so habe ich beschlossen, solch eine Reihe jetzt auch auf meinem Blog zu starten. Zum Einen gibt Euch das die Gelegenheit, mich besser kennenzulernen und zum Anderen erspare ich den weniger Interessierten unter Euch damit ausuferndes Geschwafel vor meinen Rezensionsposts. (Nachteil ist nur, dass ich den Rückblick auf meinen beiden Blogs posten werde, denn wie Ihr ja wisst habe ich auch noch Tyler's Seven Nights To Rock am Laufen. Somit sind diejenigen von Euch, die Leser beide Blogs sind sozusagen doppelt gestraft. Tut mir Leid! Vielleicht könnt Ihr einen Post ja einfach ignorieren...)

Unter den Einträgen mit den Titeln "The road so far" werdet Ihr also ab jetzt immer mal kleine Wochenrückblicke oder auch nur Rückblicke auf einzelne Tage von mir bekommen. Falls jemand von Euch die Serie "Supernatural" kennen sollte, wird Euch sicher auffallen, woher dieser schöne Titel stammt. Richtig: Es handelt sich um den Titel des Wochenrückblicks eben jener Serie.
Warum aber nun dieser Titel für meine Wochenrückschau? Das ist leicht erklärt:
  1. Der erste und einfachste Grund: Ich steh' auf diese Serie. (Auch, wenn ich zugegeben gerade nicht so sehr auf dem aktuellen Stand bin.)
  2. Coole "rides" sind cool!
  3. Das Leben gleicht einer Landkarte. Es gibt viele möglichen Wege zur Auswahl. Einige davon sind noch unbeschritten. Manchmal weiß man nicht, an welcher Wegglieblung man abbiegen soll und nur selten weiß man, was vor einem liegt, auch wenn man eventuell bereits Anhaltspunkte hat. Die Wegbegleiter können variieren, genauso wie die Geschwindigkeit, die Beschaffenheit der Straße, die Befindlichkeit des Reisenden und so weiter. Warum also nicht das Leben mit einem Roadtrip vergleichen? Wie singt "The Nightwatchman" so schön? "The road I must travel its end I cannot see." Gleicht dem Straßenverlauf des Lebens doch wirklich, nicht wahr?! Und auch "Two roads diverged in a wood, and I - I took the one less traveled by" als Zitat aus dem Gedicht "The Road Not Taken" von Robert Frost geht mir sehr nah, da ich mich darin wiederfinde.

So, der langen Vorrede genug...

Wie sah meine Woche denn nun aus?



Getan:


Diese Woche habe ich im Rahmen meines Praktikums einige Akten sortiert und an vielen Klientengesprächen teilgenommen. Beides war recht interessant, wobei mir die Gespräche besonders viel an Erfahrungen bringen. Ich habe auch an meiner ersten Teamsitzung teilgenommen - eine Erfahrung, die ich auch als sehr gewinnbringend empfand. Generell finde ich die Arbeit im Jugendamt weitaus spannender als ich zu träumen gewagt hatte.

Am Freitag nach Feierabend überredete meine Mom mich zu einem spontanen Shoppingtrip, da sie noch ein Kleidungsstück umtauschen wollte. Dabei haben wir dann nochmal der Buchhandlung im Shoppingcenter, die leider schließt, einen Besuch abgestattet. Vieles war dort verbilligt, also habe ich mir noch ein paar Kleinigkeiten aussuchen dürfen, die Mom mir gesponsort hat. An einem anderen Tag bekam ich auch schon von meiner Granny in besagter Buchhandlung Bücher gesponsort.

 Außerdem gab's auf dem Shoppingtrip auch noch einen Bubbletea für Mom und mich. Ich habe meine Lieblingssorte Honeydew gewählt. Hmmm, bei dem Wetter wirklich erfrischend und lecker!




Gesehen / Gehört / Gelesen:


Gestern verschlug es mich ins Kino und ich habe mir Men in Black III in 3D angesehen. Dabei habe ich mal wieder festgestellt, dass 3D echt toll ist, meine Augen aber nicht ganz darauf klarkommen. 

Aber: der Film macht in meinen Augen einen guten Eindruck. Er haut mich nicht unbedingt um, aber Fans der Men in Black dürften durchaus gut bedient werden. Außerdem gibt es einige Infos bezüglich der Vergangenheit von Agent K und Agent J, die durchaus interessant sind und mich auch gerührt haben. Eine schöne Fortsetzung, die gut zu den vorherigen zwei Filmen passt! Bei Erscheinen auf Blu-ray/DVD muss ich den Streifen nochmal sehen!










Ansonsten habe ich diese Woche noch einige Folgen der vierten Staffel von Gossip Girl gesehen. Ich liebe diese Serie einfach. Vieles daran ist so herrlich falsch und somit schon wieder irgendwie herrlich gut! 
Außerdem mag ich das Charakterdesign und das Einfallsreichtum bezüglich der Intrigen. 

Hände hoch: Wer von Euch ist noch Fan von Gossip Girl?!










Gelesen habe ich leider nur ein Buch: "Finding Sky" von Joss Stirling. Für mehr war diese Woche zu ermüdend. Beieffekt bei der Entspannung beim Lesen ist bei mir leider, dass mir recht rasch das Buch vor Müdigkeit ins Gesicht fällt, wenn ich eh schon k.o. bin.










Gehört habe ich diese Woche vor allem Radio auf dem Weg zur Arbeit und zurück, sowie die "Wrecking Ball" CD von Bruce Springsteen. 









Gekauft / Bekommen:


Gekauft, bzw. bekommen habe ich diese Woche wirklich viiiiel. Und dabei so gut wie kein Geld ausgegeben. Hört sich gut an, oder?! Ich hatte zu meiner Freude noch einen Gutschein von Amazon, den ich benutzen konnte. Da hat sich meine Wunschliste etwas minimiert.


Amazon Einkauf

Ich habe mir von dem Amazon-Gutschein auch noch ein neues Übertragungskabel für meine EOS 450 D geholt, aber das ist jetzt nicht mehr mit aus dem Foto gelandet.




 Die folgenden Bücher stammen aus dem Ausverkauf der bereits erwähnten Buchhandlung. Hier mischen sich, wie Ihr sehen könnt, deutsch- und englischsprachige Bücher. 
Von Rachel Cusk habe ich bereits ein Buch gelesen. Alle anderen Autoren sind mir neu. Ich bin also sehr gespannt auf die Bücher, zumal einige Inhaltsangaben sich so lesen, als könnte das jeweilige Buch echt gut oder schlecht werden. Na, mal sehen...


Gesponsort von Mom und meiner Oma



Diese Bücher habe ich bekommen, weil der ursprüngliche Besitzer sie loswerden wollte.



Bettwäsche jeweils für 3,99 € von 24,95 € runtergesetzt - Geschenk von Mom



Meine bestellten 40 Postkarten aus Korea kamen auch endlich an. ^__^



 Ansonsten bekam ich noch einiges an Post aus dem Ausland von Brieffreunden / Postcrossern, worüber ich mich auch sehr gefreut habe.


Zu meiner eigenen Überraschung habe ich diese Woche gar nichts Neues im Bereich Beauty gekauft. Gut, das liegt aber auch daran, dass ich das, was mir vorschwebt, gerade noch als zu teuer ansehe. Es passt nicht mehr in den Investitionsrahmen für diesen Monat. ;-)



Impressionen:



Eine kleine Tüte Gummibärchen - geschmolzen in meinem Auto Dank des heißen Wetters.


Ein Ausblick von meinem Arbeitsplatz - bei heißem Wetter wirklich verlockend.





So Ihr Lieben, das war also mein kleiner Einblick in meine persönliche Woche für Euch.

Und bevor ich es vergesse: Euch allen frohe Pfingsten!!!

Lasst es Euch gut gehen,

Eure












Sonntag, 20. Mai 2012

Rezension: "Vergiss dein nicht" von Cat Clarke

Hallo Ihr Hübschen, 



Wie geht es Euch da draußen? 


Wie Ihr schon mitbekommen habt, ist seit meinem letzten Post ja wieder einige Zeit vergangen. Ich habe jetzt mein Praktikum im Jugendamt begonnen und wie jeder andere auch, verfüge ich auch noch über ein Leben jenseits der virtuellen Weiten. So kam ich während der Woche nicht zum Bloggen. Ich weiß auch ehrlich gesagt noch nicht, wie es diese Woche aussehen wird. 
Ich denke, ich brauche noch ein bisschen, bis ich einen neuen Rhythmus für mich und meine Aktivitäten gefunden habe, zumal ich momentan noch nicht viel über meine Arbeitszeiten sagen kann. Erst einmal sieht es so aus, als würden sie von Woche zu Woche variieren. Ich kann mich also bezüglich meiner Zeiteinteilung noch nicht wirklich gut orientieren.


Ich hoffe, dass Ihr mir das nachsehen könnt und trotzdem am Ball bleibt. Ich möchte dieses Blog nicht aufgeben - auch, wenn ich vielleicht erst einmal nur noch am Wochenende zum Posten komme - und es würde mich natürlich freuen, wenn Ihr weiterhin dabei bliebet und mir auch gern einige Kommentare hinterlassen würdet.


Bei mir sind in den letzten Tagen einige neue Bücher dazugekommen und ich komme gerade gar nicht so schnell dazu, meinen SUB abzuarbeiten, wie ich es gern wollte. Ich kann Euch auch gern mal die Neuzugänge zeigen. 


Wie Ihr auch gemerkt habt, stelle ich bisher eigenlich nur Bücher vor, die mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurden. Ich habe auch noch genügend andere gelesen und auch gekauft, aber ich lege gerade mein Hauptaugenmerk darauf, die Rezensionsexemplare vorzustellen. Auf Grund des Zeitmangels, der sich in den letzten Wochen bei mir eingeschlichen hat, setze ich hier einfach ein paar Prioritäten. Ich denke, dass die Bereitssteller der Rezensionsexemplare es einfach verdient haben, dass ich ihren Büchern an diesem Punkt Vorrang gebe, denn immerhin möchte ich ja nicht nur "Absahnen", sondern auch meinen Part leisten und Euch die Bücher vorstellen und sie ehrlich bewerten. 


Momentan habe ich noch fünf Rezenionsexemplare zur Bewertung offen (von denen ich noch 2 1/2 lesen muss) und einiges an geschriebenen Rezensionen solcher Leseexemplare unveröffentlicht auf meiner Festplatte/meinem iPad. 

Ich weiß, dass es viele, zum Teil hitzige, Diskussionen um Blogs gibt, die einzig und allein Rezensionsexemplare vorstellen. Wie Ihr dazu steht, ist ja Euch selbst überlassen. Ich finde es jedoch fair, Euch meine Beweggründe zu nennen und habe sie dadurch kurz erwähnt. 
Natürlich würde ich mich freuen, wenn niemand auf Grund der aktuelln Situation abspringt. Ich liebe Bücher und es geht mir hier nicht nur darum, Bücher einzustreichen. Mein Stapel ungelesener Bücher, der aus selbstgekauften Büchern besteht, umfasst derzeit gut an die 70 Bücher und es werden auch noch Vorstellungen dazu erfolgen. Soviel kann ich Euch versprechen. 


So, nun habe ich Euch aber genug "gebriefed" und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen meiner heutigen Rezension:






"Vergiss dein nicht"





Titel: Vergiss dein nicht
Originaltitel: Entangled
Autorin: Cat Clarke
Übersetzer: Zoë Beck
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback)
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 12,99 (D)
ISBN-10: 3785760612
ISBN-13: 978-3785760611







Die Autorin: 

Cat Clarke erblickte 1978 in Sambia das Licht der Welt. 

Aufgewachsenen in Edinburgh und Yorkshire, arbeitete sie nach Beendigung ihres Studiums für einen Kinderbuchverlag in London. Sie schrieb darüber hinaus bereits selbst Sachbücher für Kinder. 

Cat Clarke gründete eine Literaturagentur, deren Zielgruppe junge Autoren sind.

"Vergiss dein nicht" ist der Debütroman der Autorin.  







Inhalt:

"Vergiss dein nicht" ist der Titel, unter dem Cat Clarkes Roman "Entangled" auf dem deutschsprachigen Markt erschienen ist. Er erzählt die Geschichte von Grace, die sich eines Tages in einem weißen Raum wiederfindet ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen ist.

Als wäre das noch nicht genug, trifft sie dort wiederholt auf einen jungen Mann namens Ethan, der sie immer wieder aufsucht und den Grace in eben jener Nacht kennenlernte, in der sie sich umbringen wollte.

Grace selbst kann dem weißen Raum, der sie gefangen hält, nicht entfliehen. Ohne zu wissen, warum und wo sie eingesperrt ist, ob sie je wieder aus ihrem Gefängnis ausbrechen kann und ob sie ihren dortigen Aufenthalt überleben wird, verbringt Grace fortan ihre Zeit damit, das für sie bereitliegende Papier und die Stifte zu nutzen und zu schreiben. Dies scheint der einzige Weg zu sein, auf dem sie ihre Wahrheit wiederfinden und das Rätsel um ihren Aufenthalt und Ethans Rolle in ihrem Leben lösen kann.

Was durch Graces Schreiben ans Licht kommt, ist ihre bewegende Geschichte.






Stil / Aufbau:

Die Kapitel des Buches sind mit der Anzahl des Tages von Graces Aufenthalt in dem weißen Raum, in dem sie sich befindet, betitelt. Die Handlung startet dabei an Tag 3.
 Da für den Plot das Schreiben von Grace überaus wichtig ist, erfahren die Leser viel aus ihren geschriebenen Worten. Was sie zu Papier bringt, hat dabei den Charakter eines Tagebuches. Sie beschäftigt sich nicht nur mit dem jeweiligen Tag, sondern auch mit Ereignissen ihrer Vergangenheit. Auf diese Weise ermöglicht die Autorin das Kennenlernen von Graces Geschichte, aber auch die Einsicht in ihre momentane Befindlichkeit und ihre Gedanken.

Stellenweise wurde mir beim Lesen nicht ganz klar, ob ich mich noch in der Ebene des Tagesbuches befinde, da die Erinnerungen, die im Buch aufgezeigt werden, klare Formulierungen und Situationen thematisieren. Ich war mir nicht ganz schlüssig, ob ich mich in einem Flashback befinde, in dem die Situation direkt durchläuft, oder ob ich lediglich die Erinnerungen durchlaufe, die Grace zu Papier gebracht hat. Sollte Letzteres der Fall sein, so muss ich sagen, dass Graces Erinnerungen durchaus detailliert und präzise sind.
Dieses soeben thematisierte, leichte Verwirrungsgefühl, das sich bei mir einstellte, hat den Lesefluss jedoch nicht gebrochen. Es ist für das Verständnis der Handlung nicht wirklich von Nöten, eine genaue Zuordnung durchführen zu können.

Cat Clarke schreibt in größtenteils recht kurzen Sätzen und nutzt eine gut verständliche Wortwahl. Ihr Schreibstil ermöglicht ein flüssiges Lesen, bei dem viele Informationen aufgenommen werden können. Darüber hinaus gelingt es der Autorin, Stimmungen gut einzufangen und zu spiegeln.  

Bezüglich der Charaktere wartet Clarke mit relativ wenigen Personen auf, die dafür jedoch umso anschaulicher dargestellt werden. Die direkten und indirekten Beschreibungen der jeweiligen Personen ermöglichten mir, ein umfassendes Bild und ein Gespür für die jeweiligen Charaktere zu bekommen. Für meinen Geschmack gab es bezüglich des Charakterdesigns auch genug Abwechslung.





Ausgabe / Aufmachung:

„Vergiss dein nicht“ liegt mir als Erstauflage von 2012 vor. Erschienen ist der Roman bei Bastei Lübbe (Lübbe Paperback) und aus dem Englischen übersetzt wurde er dabei von Zoë Beck.

Bei dem Buch handelt es sich um ein Taschenbuch mit einer Stärke von 288 Seiten.

Das Cover ist ebenso simpel, wie anspruchsvoll. Auf weißem Grund befindet sich der Print eines farblich schwach abgebildeten Textes, in dem einzelne Buchstaben in Violett gedruckt sind. Diese ergeben den Titel „Vergiss dein nicht“. Die inneren Umschlagseiten des Buches sind in Violett gehalten.





Gesamteinschätzung:

Ich finde, dass Cat Clarke auf simple, jedoch eindrucksvolle Weise die Lebensgeschichte von Grace darstellt, die packend und rührend zugleich ist. Besonders das Ende des Romans hat mich beeindruckt und berührt. Hier wird noch ein kleiner Trumpf ausgespielt, der dem Plot Nachdruck verleiht und ihn in Erinnerung bleiben lässt.    

Als sehr schön wiedergegeben empfand ich auch die Beziehungsebenen von Grace und den anderen Personen in diesem Buch. Besonders anschaulich empfand ich dabei die Beziehung von Grace zu ihrer besten Freundin Sal. Letztere trägt auch dazu bei, dass ich ab und an den Eindruck hatte, in einem Teenagerdrama gelandet zu sein, das ich jedoch weder als nervig noch als negative Beeinflussung für den Lesegenuss empfand. Viel eher hat die anschauliche Darstellung in dieser Hinsicht dazu beigetragen, dass ich Graces Situation überaus gut nachempfinden konnte.

Das Wechselspiel zwischen Darstellungen der Vergangenheit und Gegenwart trug zur Spannungssteigerung beim Lesen bei. Ich brannte förmlich darauf, mehr zu erfahren und die Charaktere besser kennenzulernen. An einigen Stellen hätte ich mir gar gewünscht, ein Spin-off zu Sals Leben lesen zu können.

Ich habe „Vergiss dein nicht“ als leicht lesbaren, eindrucksvollen Roman erlebt, den ich jederzeit wieder lesen würde. Wenn sich bei mir die Bereitschaft einstellt, ein Buch mehr als einmal zu lesen, sehe ich das als ein überaus gutes Zeichen an und dies ist hier der Fall.

Es gibt nichts, was ich mir bei diesem Buch anders gewünscht hätte und ich bin mit „Vergiss dein nicht“ vollkommen zufrieden und auf den erhofften Lesegenuss gekommen.   








Vielen Dank an Amazon und Bastei Lübbe für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


 

Donnerstag, 10. Mai 2012

Rezension: "Memento. Die Überlebenden" von Julianna Baggott

Hallo meine Lieben,


Heute melde ich mich nun endlich aus der Starre (der meines Computers und meiner eigenen) zurück. (Habt Ihr mich vermisst?)

Ich habe in der Zwischenzeit einige Bücher gelesen. Mein SUB wächst auch immer weiter.
Heute habe ich aber erst einmal eine Rezension zu Julianna Baggotts "Memento. Die Überlebenden" für Euch im Gepäck.

Viel Spaß beim Lesen!




"Memento. Die Überlebenden"





Titel: Memento. Die Überlebenden
Originaltitel: Pure
Autorin: Julianna Baggott
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Gebunden: 464 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 16,99 (D)
ISBN-10: 3833901136
ISBN-13: 978-3833901133







Inhalt:

„Memento“ beschreibt eine Welt, die sich rapide geändert hat, nachdem Bomben fielen, die nicht einzig dafür gesorgt haben, dass es in Folge ihrer Explosionen unzählige Tote gab. Es gibt sozusagen zwei Parteien, die die Katastrophe der Vergangenheit überlebt haben und nur eine dieser Seiten kann sich in Sicherheit wägen. Dabei handelt es sich um die Überlebenden im Kuppelbau, die sich vor den Explosionen schützen konnten. Die Menschen außerhalb des Kapitols sind sogenannten Verschmelzungen zum Opfer gefallen, die aus den Überlebenden teils sonderbare Geschöpfe haben werden lassen. Die Menschen im Kapitol jedoch bilden eine neue, perfektionierte, reine Rasse

Gemeinsam mit ihrem Großvater, der noch zu allem Überfluss erkrankt ist, lebt Pressia außerhalb des Kapitols und muss sich dem täglichen Überlebenskampf stellen.

Doch Pressia hat noch ein weiteres Problem: sie ist kurz davor, 16 Jahre alt zu werden. Das bedeutet, dass es für sie Zeit ist, einberufen zu werden - in ein Militär, dem sie nicht beitreten möchte, vor der sie und ihr Großvater Angst haben, doch das diejenigen verfolgt, die sich der Einberufung nicht freiwillig beugen.







Stil / Aufbau:

Die Kapitel von „Memento“ setzen ihren Fokus abwechselnd auf die Charaktere des Buches, ohne diese dabei jedoch zu den Erzählern werden zu lassen. Hauptsächlich drehen sich die Kapitel dabei um die bedeutendsten Personen: Pressia und Partridge. Letzterer ist ein sogenannter „Reiner“.

Die Kapitel fokussieren darüber hinaus jedoch auch andere Personen, die eine wichtige Bedeutung für den Plot haben. Dabei folgen diese Fokussierungen keinem regelmäßigen Muster.

Den Kapitelstil finde ich insoweit positiv, als dass man so Einblick in die Lebensweise innerhalb und außerhalb des Kapitols bekommt.

Außerdem wird auf diese Weise ein tieferer Zugang zu den Charakteren ermöglicht. Diese sind im Übrigen recht unterschiedlich. Somit bietet das Charakterdesign eine gute Abwechslung. Charaktere werden direkt und indirekt detailliert beschrieben.

Die Schauplätze der Handlung und die Atmosphäre wurden jeweils gut von der Autorin dargestellt und es war leicht, sie sich vorzustellen.  






Ausgabe / Aufmachung: 

Mir liegt für diese Rezension die Erstauflage von 2012 von „Memento“ im Baumhaus Verlag (Bastei Lübbe) als unverkäufliches Leseexemplar vor.

Genauer handelt es sich hierbei um ein gebundenes Buch mit einem Umfang von 464 Seiten.

Das Buch direkt ist schwarz und verfügt über einen Einband, der jedoch auch größtenteils schwarz gehalten ist. Im Kontrast dazu findet sich ein leuchtend blauer Schmetterling auf dem Cover wieder. Er befindet sich vor einer Kuppel. Wer das Buch liest, wird darin sicher noch eine Bedeutung erkennen.

Das Cover empfinde ich als ansprechend und zum Buch passend. 






Die Autorin: 

"Memento" ist nicht das erste Buch von Julianna Baggott. Sie hat bereits 16 Bücher verfasst, von denen auch schon einige auf dem deutschen Markt erschienen sind. 
Die - mitsamt Mann und Kindern in Florida lebende - Autorin schreibt auch unter Pseudonym. 
Neben dem Schreiben ist Julianna Baggott als Dozentin an der University of Florida tätig und gibt dort Kurse zum Thema "Kreatives Schreiben". 





Meine Gesamteinschätzung: 

Die Geschichte, die „Memento“ erzählt, ist von der Idee des Plots her in meinen Augen sehr interessant. Wer Dystopien mag, dürfte dies wohl ähnlich empfinden.

Der Ausgang des Buches hielt noch einige kleine Überraschungen bereit, aber ich bin von der Gewichtung des Endes nicht ganz überzeugt. Ich fand den Überraschungseffekt durchaus gut, aber mir fehlte ein etwas runderer Abschluss. Gut, nun darf man nicht außer Acht lassen, dass es sich hier um den Auftakt zu einer Trilogie handelt. Ich habe aber den Eindruck, dass ich zu viele Fragen habe, die jetzt noch nicht gelöst sind, aber auch zu wenig Appetithäppchen ausgelegt wurden, die mich wirklich zum Folgeband hinziehen.

Was mich teilweise wirklich schon fast genervt hat, waren die Ausführungen zu den Verschmelzungen. Ich hätte die Erklärung für diese gern etwas ausführlicher geschildert bekommen. Sie war zwar da und nachempfindbar, aber für meinen Geschmack doch nicht gut genug dargestellt. Wohingegen im Vergleich dazu die Beschreibungen der Verschmelzungen, die gewisse Charaktere – oftmals Nebenfiguren – davongetragen haben, mir oftmals viel zu sehr ins Detail ging.

Das Charakterdesign fand ich interessant. Es gelang mir auch gut, mit den jeweiligen Charakteren warm zu werden. 

Trotz meiner Kritikpunkte, hatte ich im Großen und Ganzen Spaß beim Lesen. Das Buch war spannend und ich finde, dass Julianna Baggott einige sehr einfallsreiche Ideen in „Memento“ verarbeitet hat.

Positiv finde ich auch, dass sie die negativen Aspekte des Lebens nach den Bombenexplosionen, in einer Weise schildert, die die Verzweiflung, die Wut, Angst, Trauer, Verletzbarkeit, Resignation – kurz: die vielen Gefühle und persönlichen Einstellungen – der Überlebenden realistisch erscheinen lässt.   

Ehrlich gesagt, habe ich mir mehr von dem Einstieg in diese Trilogie versprochen. Ich bin aber zufrieden, „Memento“ gelesen zu haben. In meinen Augen handelt es sich hierbei durchaus um ein gutes Buch, auch wenn es mich nicht vom Hocker wirft. 






 
 
Zur LESEPROBE gelangt Ihr HIER.







Herzlichen Dank an Amazon und den Baumhaus Verlag (Bastei Lübbe) für die Bereitstellung dieses Leseexemplars!